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Simon Junge
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Simon Junge
- Versorgungsgemeinschaft als
Ausgangspunkt für neue soziale Dynamik -
Simon Junge, geboren 1978 in Berlin, bewirtschaftet seit 2006 zusammen mit seinem Berliner Abnehmerkreis eine Gärtnerei in Pretschen (Spreewald). Diese sogenannte "Versorgungsgemeinschaft" finanziert den Betrieb durch die monatlichen Beiträge der Teilnehmer (Richtsatz 70 Euro pro Haushalt). Eine gelegentliche Mithilfe bei der landwirtschaftlichen Arbeit ist Teil der Vereinbarung. Das Angebot erstreckt sich hauptsächlich auf Gemüse, aber auch Obst und Saft. Zudem laufen Bemühungen, die Dioscorea Batata (Lichtwurzel) im Anbau so weit zu bringen, dass sie regulärer Teil des Angebots wird. Anbauplan und Finanzierung werden gemeinsam erarbeitet und beschlossen. Die Erträge werden ohne weiteres Bezahlen oder Wiegen abhängig vom persönlichen Bedarf und der Verfügbarkeit untereinander verteilt. Hierzu sind von den jeweiligen Gruppen Ausgabestellen eingerichtet, an denen zu verabredeten Zeiten jeder seinen Teil abholen kann. Zur Zeit sind das im Wesentlichen zwei Gruppen in Berlin-Friedrichshagen und Berlin-Mitte. Mit dem Beginn des neuen Wirtschaftsjahres 2010 kann bei Bedarf durch entsprechende Planung auch eine größere Anzahl von Neueinsteigern aufgenommen werden. Es wird ohnehin angestrebt, das Angebot auf alle wesentlichen Bereiche der Ernährung zu erweitern (Getreidebau, Milchwirtschaft etc.) Hierfür wird dringend nach einem neuen Standort im Umland, vorzugsweise im Osten von Berlin gesucht, der Raum für vier oder mehr Familien bietet und mindestens fünf Hektar Nutzfläche hat.
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Sebastian Zösch - Vegetarierbund Deutschland
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Sebastian Zösch
Ist vegetarisches Essen die Ernährung der Zukunft? Die negativen Folgen des Fleischkonsums sind vielseitig: Klimawandel, Waldsterben, Welthunger, Trinkwasserverschmutzung, Regenwaldzerstörung, Zivilisationskrankheiten, Massentierhaltung, Überfischung der Meere usw. Die Förderung der vegetarischen Idee trägt somit zur Lösung vieler globaler Probleme bei.
Der VEBU leistet wertvolle Arbeit. Sie klären BürgerInnen über die Bedeutung der vegetarischen Lebensweise auf und geben der vegetarischen Idee in der Öffentlichkeit eine Stimme. Ihre Kinder- und Jugendarbeit bereitet die kommende Generation darauf vor, an einer Gesellschaft mitzuarbeiten, die ihren Fleischkonsum deutlich reduziert hat. Sie helfen in Kindergärten, im Unterricht und informieren Eltern. Ihre Seniorenarbeit hilft Menschen, die in ihrem Leben für die vegetarische Idee eintraten und älteren Menschen, die beginnen möchten, vegetarisch zu leben. Der VEBU organisiert Kampagnen, nimmt gesellschaftlichen Einfluss und ist mit anderen Organisationen, wie z.B. der Klima-Allianz, vernetzt.
Der Vegetarierbund Deutschland e.V. (VEBU) hat eine lange Tradition. 1892 in Leipzig gegründet vereint er VegetarierInnen aller Richtungen, jenseits von einseitiger politischer Ausrichtung, aber auf dem Boden von Toleranz in Sachen Weltanschauung.
Der Geschäftsführer und stellvertretende Vorsitzende des Vegetarierbund Deutschland, Sebastian Zösch, bereichert das diesjährige Festival dankenswerter Weise mit einem Vortrag mit dem Thema: "Vegetarisch, gesund und
nachhaltig leben".
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Franklin Frederick - Brasilianischer Umweltaktivist
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Franklin Frederick
Franklin Frederick wurde 1965 in Manaus, Brasilien, geboren, studierte in Rio de Janeiro und
engagiert sich seit 1997 in Bürgerrechtsbewegungen zum Schutz des Wassers als öffentliches Gut.
Erfolgreich wehrte er sich in der Region von São Lourenço / Minas Gerais gegen Projekte des
multinationalen Unternehmens Nestlé zur Privatisierung von öffentlichen Wasserquellen. Nestlé
musste sich nach einem Prozess partiell aus dem Geschäft der Wassernutzung in São Lourenço
zurückziehen. Franklin entschloss sich, in der Schweiz, im Herkunftsland von Nestlé, Unterstützung zu
suchen. 2002 reiste er in die Schweiz, um über umweltschädigende Aktivitäten von Nestlé im
Wasserpark von São Lourenço zu berichten. Mit Unterstützung von ATTAC und der kirchlichen
Fachstelle OeME in Bern hielt er Vorträge und führte Gespräche mit der Presse.
Gleichzeitig war Franklin Frederick entscheidend beteiligt am Zustandekommen eines Dialogs
zwischen den Kirchen Brasiliens und der Schweiz zum Thema Wasser als Menschenrecht. Dies führte
2005 zur „Ökumenischen Erklärung zum Wasser als Menschenrecht und als öffentliches Gut“, die von
den katholischen Bischofskonferenzen von Brasilien und der Schweiz, wie auch vom Ökumenischen
Rat Christlicher Kirchen Brasiliens CONIC und dem schweizerischen Evangelischen Kirchenbund
gemeinsam unterschrieben und veröffentlicht wurde.
Wir danken Franklin Frederick für seine Beteiligung und freuen uns auf seinen Vortrag mit dem Thema
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Die Violetten – für spirituelle Politik
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Um Spiritualität in Öffentlichkeit und Politik zu tragen, haben mit Beginn des 3. Jahrtausends Geistesfreunde aus mehreren Bundesländern die Partei "Die Violetten - für spirituelle Politik" gegründet.
Die Violetten sehen sich als Vertreter und Sprachrohr einer wachsenden Zahl von spirituellen Menschen an. Von all jenen, die sich der geistigen Dimension unserer Welt bewusst sind und die ihre ganzheitliche und nicht nur rein materialistische Weltanschauung auch in der Politik vertreten sehen möchten.
Spirituell heißt für sie, in erster Linie dem Wohl allen Seins verpflichtet zu sein. Es heißt, das Verbindende anstatt des Trennenden zu betonen, in Liebe, Toleranz und Verantwortung zu handeln und das Göttliche in allem was ist zu sehen.
Sie streben eine Gesellschaftsordnung an, in der Selbsterkenntnis durch die individuelle spirituelle Entwicklung, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Kreativität, offene Kommunikation, ökologisches Denken, Gewaltfreiheit, Freiheit im Geistesleben, Menschlichkeit im Wirtschaftsleben, Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit von Frau und Mann und Toleranz obenan stehen. Sie wissen, dass jeder Mensch nur von seinem Bewusstseinsstand aus denken, fühlen und handeln kann; daher bringen sie allen Verständnis entgegen, wobei sie jedoch jeder Form von Gewalt entschieden entgegentreten.
Da die Erde für alle Menschen die Stätte der Entwicklung zu höherem Bewusstsein ist, setzen sie sich für den Schutz der Natur auf allen Ebenen und den verantwortlichen Umgang mit der Erde ein.
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